Demenz verstehen: Informationen, Umgang und Therapie
Demenz – Was ist das?
Demenz ist mehr als eine Gedächtnisstörung. Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Formen. Primäre Formen machen rund 90% aller Fälle aus und sind bisher nicht heilbar – die Symptome lassen sich jedoch behandeln und das Fortschreiten kann verlangsamt werden.
Bekannte primäre Formen sind:
- Alzheimerdemenz (60–65%)
- Vaskuläre Demenz
- Frontotemporale Demenz
- Lewy-Körper-Demenz
Diagnoseverfahren bei Demenz
Die Diagnose umfasst mehrere Schritte:
- Anamnese (Gespräch über Symptome & Verlauf)
- Blutuntersuchungen
- Bildgebung wie MRT oder CT
- Gedächtnis- & Orientierungstests
- Psychologische Untersuchungen
Eine frühe Diagnose bringt Klarheit, ermöglicht frühzeitige Therapie,
erleichtert Organisation von Pflege & finanziellen Fragen und hilft, Unterstützungssysteme rechtzeitig zu nutzen.
Demenz ist mehr als Vergesslichkeit
Die Erkrankung betrifft das gesamte Sein des Menschen. Typische Auswirkungen sind:
- Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme
- Sprachliche Schwierigkeiten
- Orientierungslosigkeit (Zeit, Ort, Situationen)
- Eingeschränktes Planen & Organisieren
- Zusammenhänge zu verstehen geht verloren
- Persönlichkeitsveränderungen
Der Verlauf ist individuell. Eine gute Begleitung hilft, Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten.